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16.11.2011 von Soli aktuell
Für bessere Chancen

Für bessere Chancen
(dgb-jugend, 17. November 2011) Die DGB-Jugend unterstützt Bildungsstreik.
Die
DGB-Jugend hat die Bildungspolitik von Bund und Ländern scharf
kritisiert. "Auf dem Bildungsgipfel wurde viel beschlossen, aber fast
nichts davon wurde umgesetzt", sagte René Rudolf,
DGB-Bundesjugendsekretär, am Donnerstag, den 17. November 2011, in
Berlin.
Die Jugendorganisation des DGB hat deshalb gemeinsam mit
über 60 weiteren Organisationen zu einem Bildungsstreik und
Protestaktionen aufgerufen. In über 40 Städten im ganzen Land gehen
Schüler, Auszubildende und Studierende am heutigen Donnerstag auf die
Straße, um gegen die deutsche Bildungsmisere zu protestieren. "Die
jungen Menschen wollen sich zu Recht nicht länger mit mangelnden
Bildungschancen, schlechter Ausstattung und sozialen Hürden im
Bildungssystem abfinden. Deshalb unterstützt die DGB-Jugend den
Bildungsstreik", erklärte René Rudolf.
Dass dringender
Handlungsbedarf bestehe, hätten Bund und Länder schon lange erkannt.
Mehr Geld für die Bildung, einen forcierten Krippenausbau und einen
geringeren Anteil junger Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss seien
auf dem Bildungsgipfel vor drei Jahren versprochen worden. "Passiert
ist seither fast nichts. Dabei ist Bildung die wichtigste
Zukunftsressource unseres Landes. Die jungen Menschen von heute sind
mehr denn je auf gleichberechtigte Bildungschancen, eine gute Qualität
der Ausbildung und anschließende berufliche Perspektiven angewiesen",
sagte Rudolf.
Die DGB-Jugend unterstützt die Forderungen des
Bildungsstreiks nach kostenfreier Bildung für alle und einer höheren
Priorität von Bildungsausgaben in öffentlichen Haushalten. Die
Zulassungs- und Zugangsbeschränkungen für Studien- und Ausbildungsplätze
müssten fallen und die Übernahme nach der Ausbildung gesichert werden.
"Die Politik muss endlich ihre Hausaufgaben machen. Was wir jetzt
verpassen, wird nur sehr schwer nachzuholen sein", sagte Rudolf.
Die Homepage des Bildungstreiks: www.bildungsproteste.de
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